Fachbegriffe B

Ballenklammer Anbaugerät zur Aufnahme von Altpapierrollen, Zellstoffballen, etc.

 

Basiszeit Anteil an der Kommissionierzeit. Sie beinhaltet:

- Übernahmezeiten für die Aufnahme von Informationen sowie für eventuelle Aufnahme der Kommissionierbehälter am Aufnahmeort, soweit sie für die Abwicklung des Auftrages erforderlich sind.

 

Batch-Betrieb Methode, bei der die Daten eines bestimmten Aufgabengebietes (z. B. Kommissionierung) und /oder eines festgelegten Zeitraumes gesammelt und stapelweise aufbereitet werden. Es entsteht also eine zeitliche Verzögerung der Datenverarbeitung, Gegensatz zum Batch-Betrieb → Real-Time-Betrieb.

 

Bauhöhe Maß vom Boden bis zur obersten Kante des Hubgerüstes, das in Fahrstellung (Hubgerüst eingefahren) gemessen wird. Häufig wird dieses Maß auch als niedrigste Bauhöhe bezeichnet. Wird vom Boden bis zur obersten Stelle des vollständig ausgefahrenen Hubgerüstes gemessen, wird auch von der größten Bauhöhe besprochen. Die Höhe über Schutzdach reicht vom Boden bis zur Oberkante des Schutzdaches. Weitere Ausführungsmerkmale von Gabelstaplern sind in der VDI-Richtlinie 2198 festgelegt. Die Wahl der Flurförderzeughöhen richtet sich nach der Türhöhe bei Durchfahren, er Aufzugshöhe etc. Gleichermaßen sind die Bauhöhen von der Wahl des → Hubgerüstes und von der →Hubhöhe abhängig.

 

BDE Betriebsdatenerfassung – Maßnahmen, die zur maschinellen Verarbeitung von Betriebsdaten eines Produktionsbetriebs am Ort der Verarbeitung notwendig sind. Betriebsdaten umfassen alle Daten, die im Laufe des Produktionsprozesses anfallen oder verwendet werden. Für rechnergestützte Dispositionssysteme von konventionellen Flurförderzeugen ist die Betriebsdatenerfassung eine der wesentlichen Voraussetzungen.

 

Behälter  Ladeeinheit

 

Bereitstellen Begriff in der Kommissionierung. Diese Grundfunktion des Materialflusses schließt alle Tätigkeiten ein, die erforderlich sind, um die Ware an einem Entnahmeplatz in den Zugriff des Sammlers zu bringen. Dabei sind zwei Grundprinzipien möglich:

- statische Bereitstellung (Mann / Roboter zur Ware). Die Entnahmeeinheit liegt an einem vorbestimmten Ort, den der Sammler aufsucht.

- dynamische Bereitstellung (Ware zum Mann / Roboter). Die Lagereinheiten werden aus dem Einheitenlager an einen Kommissionierplatz transportiert und dort vom Sammler manuell oder durch Roboter automatisch entnommen.

 

Bereitstellungseinheit Ladeeinheit, in der eine Artikelmenge bereitgestellt wird.

 

Beschaffungslogistik Teil der → Unternehmenslogistik, umfasst den operativen Material- und Warenfluss mit dem begleitenden Informationsfluss und den dazugehörenden dispositiven und administrativen Funktionen, die für die Erfüllung der Beschaffungsaufgaben erforderlich sind.

 

Beschickungsgang ist gegeben, wenn Beschickungs- und Entnahmeseite bei einem Kommissionier-Regal, z. B. Durchlaufregal, getrennt sind.

 

Bestandsdifferenz „Ungewollte“ Abweichung zwischen Lagerbestand und Buchbestand

 

Bestandsminimierung Minimierende Kapitalkosten für das Umlaufvermögen, z. B. durch Reduzierung der Lagerbestände.

 

Bestellmengenverfahren Der Zukauf von Artikelmengen erfolgt anhand fester Mengen, aber variabler Zeitpunkte, s. Bestellpunktverfahren.

 

Bestellpunktverfahren Der Einkauf von Artikelmengen erfolgt zu fixierten Zeitpunkten, jedoch mit variierenden Mengen, s. Bestellmengeverfahren.

 

BFT Behälterfördertechnik

 

Binder Tragwerk der Dachkonstruktion. Das Maß der Unterkante Binder Muss bei der Planung der Stapel- und Regalhöhe berücksichtigt werden.

 

Blisterverpackung Durchsichtige, der Verpackung dienende Kunststofffolie, in die das zu verpackende Objekt eingeschweißt wird.

 

Blocklagerung Lagereinheiten, vornehmlich Paletten, werden auf dem Boden, meist mehrere Lagen übereinander, abgestellt und dabei meist artikelreine Blöcke gebildet. Ablegen von Lagereinheiten in Block- (Kompakt-) Form als → Bodenlagerung oder mit Hilfe von speziellen → Palettenregalen → Regallagerung. Tritt insbesondere für Lagereinheiten in hohen Stückzahlen auf.

Blockstapelung Direktstapelung ohne Regalanlage von Lagereinheiten zu Blöcken, bei denen der Zugriff zu den einzelnen Lagereinheiten nicht gegeben ist. Besonders geeignet aufgrund des hohen Flächen- und Raumnutzungsgrades für große Mengen stapelfähiger Güter. Bei druckempfindlichen Gütern nur unter Verwendung Boxbehältern, stapelbaren Rungengestellen oder bei Flachpaletten mit zusätzlichen Aufsteck- oder Aufsetzrahmen.

 

Blockstrecke Definierte Strecke im Fahrkurs-Netzwerk. Sie hat u. a. die Aufgabe, Kollisionen und Auffahrten von → Fahrerlosen Flurförderzeugen in → FTS-Anlagen auszuschließen. Dazu wird der gesamte Fahrkurs funktionsgerecht in Blockstreckenabschnitte gegliedert. Mit der Unterteilung in Blockstrecken wird festgelegt, dass ein Fahrzeug nur dann in die nächste Blockstrecke einfahren darf, wenn sich dort kein Fahrzeug befindet. Die Logik zur Überprüfung der Ablaufsituation beinhaltet die → Blockstreckensteuerung.

 

Blockstreckensteuerung Sicherungssystem, um Kollisionen zu vermeiden, wenn mehrere automatische Transportmittel innerhalb eines Fahrkursnetzwerkes arbeiten. Die Blockstreckensteuerung ist Bestandteil der Fahrkurssteuerung. Der Fahrkurs wird in Abschnitte (Blöcke) aufgeteilt, so dass ein Blockstreckennetz entsteht. Für die Blockstreckensteuerung können unterschiedliche Prinzipien realisiert werden:

 

- Physikalische Blockaufteilung


Der Anfang eines Blockes wird von Magnetschaltern (Reed-Kontakten) markiert, die mit einem Elektromagneten im FTS-Fahrzeug beim Überfahren kurzzeitig Kontakt schließen. Die Logik der Blockstreckensteuerung überprüft die Blockstreckensituation, verzögert die Fahrgeschwindigkeit bis zum Stillstand oder gibt den Befehl zur Weiterfahrt. Nach Einschalten des Fahrkurses werden all Streckenabschnitte zunächst nur mit einem reduzierten Fahrstrom/ Lenkstrom gespeist. Der Strom hält die Lenksteuerung des Transportmittels funktionsfähig, ohne den Fahrbetrieb zu ermöglichen. Um einen Block freizugeben, schaltet die übergeordnete Steuereinheit auf „Fahrstrom“, die Fahrzeugsteuerung des Transportmittels erkennt den Startbefehl. Die Freischaltung geschieht verzögerungsfrei, so dass die fahrenden Transportmitteln die Geschwindigkeiten beibehalten.

 

- Logische Blockstreckenführung


Die Fahrstrecke wird in logische Blöcke aufgeteilt, die durch einen Rechner (Gruppen- oder Bereichssteuerung) verwaltet werden. Lediglich der Blockanfang ist mit einer Bodencodierung versehen. Das Fahrzeug kommuniziert mittels Datenübertragung mit der Bereichssteuerung und meldet sich für den räumlich definierten Bereich ab. Entsprechend dem von der Bereichssteuerung verwalteten Belegungszustand und den Prioritäten werden dem Fahrzeug an den Kommunikationsschnittstellen die Stop- and Go-Befehle mitgeteilt. Bei diesem System können auch Streckenabschnitte leitdrahtlos (virtuell) befahren werden. Wird als Datenübertragungstechnik die induktive Datenübertragung eingesetzt, so können Leitdraht und Induktionsschleife in der gleichen Nut im Boden verlegt werden. Die logische Blockaufteilung erfordert einen geringeren Installationsaufwand als die physikalische Blockaufteilung, da mehrere Blöcke von einem Draht gespeist werden.

 

BMA Brandmeldeanlage

 

Bodenanker Dübel zur Verankerung der Bodenplatte des Regalständers im Fußboden.

 

Bodenbeschaffenheit Summe aller Eigenschaften des Fußbodens. Derartige Eigenschaften sind z. B die → Deckentragfähigkeit die Dicke und Form des Estrichs, die Ebenheit des Bodens, die Möglichkeit der → Verankerung der Regale.

 

Bodenelemente Komponenten der → Blockstreckensteuerung für FTS-Anlagen. Entlang des Fahrkurses werden an den Entscheidungspunkten Streckencodierungen, z B. Ident-Dosen (passives Bodenelement) oder Magnetschalter (Aktives Bodenelement) – in den Boden verlegt und vergossen. Die Signalübertragung vom Boden zum Fahrzeug und umgekehrt erfolgt berührungslos. Durch Korrespondenz von Fahrzeugsensorik und Bodenelement orientiert sich das Fahrzeug auf dem Weg zum Ziel.

 

Bodenlagerung Speicherung von Gütern auf dem Boden ohne Regal; kann geschehen ohne und mit Hilfsmittel(n) in Form von Paletten, Boxpaletten usw. in Einzellagerung, → Linienlagerung oder → Blocklagerung, sowohl ungestapelt als gestapelt.

 

Boxpaletten Unterfahrbare Ladehilfsmittel mit mindestens drei Voll- oder Gitterwänden. Die vierte Seitenwand ist dann in der Regel abklappbar. Profilwinkelrahmen mit oder ohne Fangecken erlauben die Direktstapelung.

 

Bodenplatten Die als Punktlasten auf den Hallenboden einwirkenden Kräfte der Regalsteher werden durch die Platten flächenmäßig verteilt.

 

Breitspurstapler Radunterstützter Stapler, dessen Radarme bei der Lastaufnahme die Last umfahren. Die Gabeln, die zwischen den Radarmen oder Spreizen angeordnet sind, können bis auf Bodenebenen abgesenkt werden. In allen Fällen kann der Breitspurstapler nur solche Ladeeinheiten aufnehmen, die zwischen die Radarme passen.

 

BtoB/B2B Kurzfassung für Business to Business, Auftrag eines Unternehmers an einen Zulieferer

 

BtoC/B2C Kurzfassung für Business to Consumer, Auftrag eines Kunden an einen Home-Delivery-Anbieter

 

Buchbestand Bestand, der laut Buchführung (Materialwirtschaftsprogramm), d. h. lt. Bestandsfortschreibung, auf Lager sein soll.

 

Bumper Auffahrsicherung bei fahrerlosen Transportfahrzeugen

 

Business Reengineering Neugestaltung aller Unternehmensprozesse, insbesondere im Logistikbereich.

 

Bus-System Ein Element eines Rechners. Es ist ein Leitungssysteme, dass zur Signalübertragung dient und an dem mehrere Informationsquellen und –senken angeschlossen sind, Man unterscheidet:

- Datembis für den Datentransport

- Adressbus zur Festlegung der Speicheradresse für den Datentransport

- Steuerbus für die zeitliche Koordination der Aktivitäten.

 

Bypass-Lager Lager parallel zum Materialfluss, um lediglich die Schwankungen aufzufangen und auszugleichen.

Kontakt

Redemann Lagertechnik
Opladener Str. 72B
D-40764 Langenfeld

Tel.: +49 (0) 21 73 / 204 47 13
Fax: +49 (0) 21 73 / 204 47 14

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