Fachbegriffe D

Dach- und Wand-Bauweise Die Regale werden zusätzlich zu ihrer originären Aufgabe als Tragkonstruktion für Dach- und Wandverkleidungen genutzt.

 

Daten Formatierte Informationen für die administrative und dispositive Erfüllung logistischer Aufgaben, wobei die Daten nach verschiedenen Gesichtspunkten gegliedert werden können, z. B. für ein Lager in:


- artikelspezifische Daten wie Abmessungen, Gewicht, Umschlagshäufigkeit, Entnahmeeinheit             
- lagerplatzspezifische Daten wie Lagerplatzkennzeichnung und Zugriffsfläche  
- auftragsspezifische Daten wie Auftragsvolumen, Auftragsgewicht, Aufträge pro Zeiteinheit

 

Datenbanksystem Eine Sammlung von inhaltlich zusammenhängenden Daten. Die Daten sind mit kontrollierter Redundanz derart abgespeichert, dass sie unabhängig von den Anwenderprogrammen sind, die die Daten nutzen. So kann bspw. Das Lagerverwaltungssystem datenbankorientiert aufgebaut sein.

 

Datenfluss Der Datenfluss beinhaltet den zeitlichen und räumlichen Ablauf aller notwendigen Daten- und Belegarbeiten. Grundfunktionen des Datenflusses sind die Aufbereitung, Weitergabe, Verfolgung, Quittierung.

 

Datenfunk Datenübertragungssystem zum Danteaustausch zwischen in der Regel nur einer ortsfesten Station und mehreren beweglichen Objekten (Flurförderzeuge, die mobilen Terminals können in den Arbeitsbereichen der operativen Ebenen fahrzeugabhängig oder fahrzeugunabhängig eingesetzt werden.  Datenübertragung

 

Datenkonzentrator Mikroprozessorsystem, das den Datenaustausch zwischen den stationären oder mobilen Datenübertragungssystemen und der übergeordneten Leitzentrale (Transport- oder Lagerrechner) steuert. Die ankommenden Daten werden im Datenkonzentrator aufbereitet, verdichtet und weitergegeben.

 

Datenübertragung Datentransport mittels Datenübertragungssystemen in der innerbetrieblichen Logistik zur Anbindung der operativen Ebenen (z. B. Stapelfahrzeug, Kommissionierer) an eine übergeordnete leitzentrale (dispositive / administrative Ebene). Unterschieden wird in der Datenübertragungstechnik zwischen:

 

- Stationärer Datenübertragungseinrichtung, bei der zum Datentransfer zwischen Empfänger / Sender der Fahrzeuge und der operativen Ebenen mit im Wirkungsbereich fest installierte Einrichtungen erforderlich sind, z. B.induktive Datenübertragung.

 

- Mobiler Datenübertragungseinrichtung, die unabhängig von im Wirkungsbereich festinstallierten Einrichtungen durch Funkübertragungstechnik den Kontakt zwischen der operativen Ebene und der dispositiven / mobilen Terminals können in der operativen Ebene fahrzeugabhängig oder fahrzeugunabhängig eingesetzt werden.

 

Datenverarbeitung Das Zuordnen, Sortiere, Aufbereiten und Verknüpfen von Daten. Einfachste Form der Datenverarbeitung ist die manuelle oder maschinelle Verarbeitung mit einfachen Hilfsmitteln wie z. B Rechenmaschinen. Für die automatische Datenverarbeitung werden elektronische Rechenanalgen (DVA) eingesetzt. Neben den zentralen Datenverarbeitungsanlagen der Untermensen werden für Teilbereiche dezentrale Rechnersysteme eingesetzt, z. B. Lagerverwaltungsrechner, die die Bestandsführung der Artikel und Materialien und die Lagerplatzzuordnung (Platzvergabe) übernehmen. Sie arbeiten im  Off-line- oder  Online-Betrieb. 

 

Deckentragfähigkeit Angabe der zulässigen Bodenbelastung in N/m². Fahrbahnen und Fußböden in Geschoßbauten werden durch Flurförderzeuge (einschließlich Last) zusätzlich belastet. Die zulässige Deckentragfähigkeit, die aus der Baustatik vorgegeben wird, darf durch die statischen und dynamischen Kräfte unter Berücksichtigung eines Sicherheitswertes nicht überschritten werden. Es ist zwischen Punkt- und Flächenbelastung zu unterscheiden.

 

Deichselgeführte Flurförderzeuge Niederhubwagen oder  Hochhubwagen, die vom Bediener mittels Deichsel gelenkt, bedient und, soweit kein batterie-elektrischer Antrieb vorhanden, auch gezogen werden  Handgabelhubwagen. Die Bedienelemente befinden sich im Deichselkopf, die Fahrgeschwindigkeit wird durch Fingerdruck betätigt und geregelt bei Wiederstandschaltungen durch unterschiedliche Fahrstufen, bei Impulssteuerung stufenlos. Deichselgeführte Fahrzeuge können sowohl im Mitgänger- als auch im Mitfahrerbetrieb eingesetzt werden.

 

     
- Im Mitgängerbetrieb ist die Fahrgeschwindigkeit auf Fußgängertempo begrenzt (6 km/h). Die Flurförderzeuge werden im Nebenhergehen bedient. Eine tief angesetzte, lange Deichsel sorgt für ausreichenden Sicherheitsabstand zwischen Fahrzeugchassis und Bediener.  


- Flurförderzeuge, die nicht nur im Mitgänger-, sondern auch im Mitfahrbetrieb eingesetzt werden, haben eine abklappbare Fahrerstandplattform. Sie sind mit einer „kurzen“ Deichsel ausgerüstet.  


- Deichselgeführte Flurförderzeuge mit einer Fahrerstandplattform, die zwischen Antriebs- und Lastteil fest integriert ist, sind ebenfalls mit kurzer ausgerüstet. Sie können sowohl im Mitgänger- als auch – bei umklappbarer Deichsel – im Mitfahrerbetriebe eingesetzt werden. Diese Bauart wird in der Kommissionierung bevorzugt verwendet. Die Fahrgeschwindigkeit ist nicht auf das Fußgängertempo beschränkt.

 

Depalettierer Dient zum automatischen Entladen einer Palette, wobei zwischen Lagen- und Einzelgebinde-Depalettierer unterschieden wird.

 

Dezentrale Lager Verteilung von Lägern auf mehrere Standorte und somit kurze Wege und schnellen Artikelzugriff. Darüber hinaus lässt sich eine fallspezifische Lagertechnik konzipieren.

 

Direkt-Zugriffslager Begriff hebt hervor, dass bei diesem Lagertyp jede Lagereinheit direkt vom Regalbediengerät, d. j. ohne Umlagerungen, aufgenommen werden kann, Gegensatz hierzu doppelt- oder mehrfachtiefe Lagerung, Kompaktlagerung.

 

Dispatcher Übernimmt in der Logistik als „Fahrdienstleiter“ die Aufgaben der Koordination.

 

Display-Paletten Paletten, die neben Transportfunktion auch zur Verkaufspräsentation der Ware im Handel eingesetzt wird, Oft Halbpaletten-Grundmass, Düsseldorfer Palette.

 

Dispositionssystem Übernimmt die Aufgaben der zeitlichen Koordination (Disposition) von Aufträgen und Betriebsmitteln und enthält die Regeln für die Ablauforganisation. Schnittellensind die Auftragserfassung auf der Inputseite und die Auftragsvergabe auf der Outputseite. Entsprechend dem Automatisierungsgrad könne Dispositionssysteme mit Schautafeln, Rechner-Hardware etc. unterstützt werden. Automatisierte Materialflusstechniken erfordern zwangsläufig ein Dispositionssystem. Zunehmend wird der Einsatz von Dispositionssystemen auch für konventionelle Flurförderzeuge geplant und realisiert. Man unterscheidet nach dem Grad der Automatisierung:

                 
- manuelles Dispositionssystem, das  Dispositionssystem besitzt keine Rechnerunterstützung. Die Dispositionsaufgaben werden ausschließlich vom   Dispatcher wahrgenommen, der innerhalb eines Leitstandes agiert. 

     
- teilautomatisiertes Dispositionssystem, die Aufbaustruktur der teilautomatisierten und automatisierten Dispositionssysteme ist identisch. Die Leitzentrale ist bei der teilautomatisierten Disposition mit einem Dispatcher besetzt. Die Software unterstützt den  Dispatcher.


- automatisiertes Dispositionssystem, es verfügt über einen  Rechner und eine   Anwendersoftware, die die Organisationsregeln enthält. Die Software ermöglicht eine Ausführung der Dispositionsaufgaben ohne Eingreifen des  Diespatchers.

 

Distributionslager Lager für die unternehmensübergreifende Warenverteilung. Erfüllt Pufferfunktion zwischen Produktion und Abnehmer. Beispiele für Distributionslager sind Fertigwarenlager, Auslieferungslager, Vorratslager.             

 

Distributionslogistik Teil der  Unternehmenslogistik, umfasst den operativen Material- und Warenfluss mit dem begleitenden Informationsfluss und den dazugehörenden dispositiven und administrativen Funktionen, die für die Erfüllung der Distributionsaufgaben erforderlich sind.

 

Distributionsstruktur Umfasst im Wesentlichen die physischen Verteilwege der Waren von der Produktion bis zum Verbraucher.

 

DLL   Durchlauflager

 

Doppelregal Parallel zueinander aufgestellte Regalzeilen, die durch Abstandhalter miteinander verbunden sind.

 

Doppelspiel Geschlossener Fahrtzyklus beginnt mit der Übernahme einer Einlagerungseinheit an der Übergabestelle, dem Transport und der Abgabe diese Ladeeinheit am vorgegebenen Lagerplatz. Dann folgt eine Leerfahrt zum Lagerplatz der Auslagerungseinheit, die Übernahme und der Transport sowie die Abgabe dieser Lagereinheit am Auslagerungsbereitstellplatz. Sofern notwendig, schließt sich eine Leerfahrt zum Ausgangspunkt des Fahrtzyklus an.

 

DPD Deutscher Paketdienst

 

Drehgabe l  C-Haken

 

Drehgerät   Drehsatz

 

Drehsatz Anbaugerät für Flurförderfahrzeuge zum Drehen von Klammern, Gabeln, Greifern, etc. Der Drehsatz wird z. B. zum seitlichen Auskippen von Behältern eingesetzt. Dazu müssen an den Behältern Taschen angebracht sein, in die die Gabeln des Staplers einfahren können.

 

Drehstapelbehälter  Behälter, die durch entsprechende Auflageflächen übereinander oder nach 180 Grad Horizontaldrehung ineinander gestapelt („genestet“) werden können.

 

Drehtisch Fördertechnik-Element für beliebigen Drehwinkel, mit entsprechend erforderlichem FT-Element.

 

Dreifachhubgerüst Besteht aus einem äußeren Standmast und zwei inneren, beweglichen Masten. Der  Gabelträger wird im inneren Mast geführt. Das Dreifachhubgerüst ermöglicht bei einer relativ kleinen  Bauhöhe eine große  Hubhöhe.

 

Dreiradbauweise Konstruktionsprinzip bei Flurförderzeugen, ermöglicht einen kurzen Radstand und weist eine hohe Wenigkeit auf. Der Wendekreis und die  Arbeitsgangbreite sind gering. Die Dreiradbauweise hat den Vorzug der statischen Bestimmtheit.

 

Drive-in-Lager Einfahrregallager

 

DT Drehtisch

 

Durchfahrregal Palettenregale mit zwei offenen Bedienseiten, von denen aus Gabelstapler wie in einen Gang in das Regal hineinfahren können. Angstelle der bei Mehrplatzregalen üblichen Regalauflagen treten Auflagen in Form von Winkelprofilen, die in Fahrtrichtung verlaufen – wie bei den Einplatzregalen. Die zur Beschickung eingesetzten Stapler dürfen nicht breiter sein als die Palette. Vor dem Einfahren in das Regal muss der Stapler die Last auf Höhe der gewünschten Regaletage anheben. Durchfahrregale verhindern wie herkömmliche Regale eine Druckbeschädigung und verbinden so die Vorteile der kompakten Blockstapelung mit denen der Regalstapelung. Durch die zwei offenen Bedienseiten kann bei entsprechender Organisation das Prinzip first in – first out verwirklicht werden – ein Vorteil gegenüber den  Einfahrregalen.

 

Durch-Kommissionieren In einem (Zentral)-Lager werden Aufträge für Endkunden kommissioniert, auch wenn die Auslieferung über weitere Verteilpunkte erfolgt (Cross-Docking).

 

Durchlagerung Ein Lagerzugang wird zwar vereinnahmt, jedoch nicht eingelagert, sondern sofort den Bedarfsstellen zugeleitet.

 

Durchlaufregale Palettenregale aus aneinandergereihten Palettenregalständern, die einen Kanal bilden, zwischen denen die Paletten auf Rollenbahnen zur Entnahmestelle begleitlos vorrücken, sobald dort Paletten entnommen werden. Auf geneigten Rollenbahnen rücken die Paletten selbsttätig vor. Bremsrollen halten die Ablaufgeschwindigkeit unter Kontrolle. Eine automatische Trennvorrichtung sorgt dafür, dass die vordere Palette nie unter dem Druck der nachfolgenden steht. Waagerecht angeordnete Palettenbahnen werden angetrieben. Durch die Aufstellung mehrerer Durchlaufkanäle nebeneinander wird ein guter Raumnutzungsrad erreicht. Durch die Trennung von Ein- und Auslagerungsvorgang wird das Fifo-Prinzip zwangsläufig erfüllt.

 

Durchlauf-Taktförderer Steuerungsauslegung von längeren Fördertechnikabschnitten (Rollenbahn oder Tragkettenförderer), um je nach Mengenaufkommen Einzelpaletten passieren zu lassen oder vorher Pulks zu bilden (z. B. 4er-Gruppe) und diese dann durchzufördern.

 

Durchlaufzeit Zeit zwischen dem Zeitpunkt des Auftragseingangs und der Auftragserfüllung. Ausgangspunkt der Durchlaufzeitbetrachtung war die Produktion. Zunehmend wird die Durchlaufzeit auch als eine Kenngröße für die Leistungsfähigkeit einer Kommissionieranlage herangezogen.  Auftragsdurchlaufzeit

 

Durchschnitts-Lagerbestand Lagerkenngröße, die sich aus der Relation von Jahresabsatz und Umschlagrate ergibt. Sie kann sich auf einen Artikel, eine Artikelgruppe oder auf das gesamte Lager beziehen sowie auf Wert oder Mengengrößen basieren.

 

Düsseldorfer Palette Palette mit halber Grundfläche der Euro-Palette (Halbpalette), als 600x800 mm, vorwiegend im Lebensmittel-Handelsbereich.

 

DV Datenverarbeitung

 

Dynamische Bereitstellung Artikel-Bereitstelleinheiten werden jeweils zur Kommissionierung zu einem vorgesehen Entnahmeplatz befördert („Ware zum Mann“).

 

Dynamische Lagerung Lagerprinzip, bei dem das Lagergut bzw. die Lagereinheit ständig oder zweitweise bewegt wird. Beispiele für eine dynamische Lagerung sind:  Umlaufregallager,  Durchlaufregallager,  Paternosterregallager und  Verschieberegallager.

 

Dynastore-Lager Untergruppe der Kanallager auf Roll-Paletten-Basis. Besonderheit: Durch Klauen wird Verbindung zwischen den Rollpaletten hergestellt und können vom Bediengang her geschoben und gezogen werden.

 

DZ Distributionszentrum

Kontakt

Redemann Lagertechnik
Opladener Str. 72B
D-40764 Langenfeld

Tel.: +49 (0) 21 73 / 204 47 13
Fax: +49 (0) 21 73 / 204 47 14

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